Der Ort Olympos
Die Geschichte der antiken Stadt Olympos reicht bis in das dritte vorchristliche Jahrtausend zurück. Die ältesten in Olympos gefundenen Münzen konnten auf die Zeit um 2000 v.Chr. datiert werden. Ursprüglich lag Olympos auf dem Musa Dağı (Moses Berg) von dem heutigen Olympos etwa 4,5 km entfernt auf 750 m Höhe. Um 75 v. Chr. verließen die Einwohner jedoch die unwegsame gegend und ließen sich in der Nähe des Meeres nieder.
In seiner Blütezeit war Olympos eine der mächtigsten Städte im lykischen Bund. Im lykischen Senat hatte Olympos drei Stimmen, ein Privileg, das sich die Stadt nur mit fünf weiteren Metropolen teilte. So wie das nahegelegene Phaselis, wurde Olympos auch um 100 v.Chr. immer wieder von Piraten heimgesucht, die sich zeitweise auch in der Stadt niederließen. Im Jahre 78 v.Chr. wurden die Seeräuber jedoch von den Römern vernichtend geschlagen. Olympos und Phaselis wurden vom lykischen Bund ausgeschlossen. Wärend der Pax Romana erlebte Olympos weiteren Aufschwung, der allerdings nur bis zum Jahre 200 n.Chr. währte, als die Stadt erneut in die Hände von Piraten viel. In byzantinischer Zeit wurder Olympos zwar noch kurzzeitig zum Bischofssitz, geriet aber mehr und mehr ins sprichwörtliche Abseits.
Erst im Jahre 1811 konnte Olympos von Admiral Francis Beaufort wiederentdeckt und identifiziert werdten.